- Association antifasciste
- Association of Anti-fascists
- Bund der Antifaschisten
der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR)
Unmittelbar nach der Befreiung und Zerschlagung der faschistischen Barbarei in Europa gründeten die ehemaligen politischen Gefangenen der faschistischen Konzentrationslager und Haftanstalten in Warschau eine Organisation namens FIAPP (Federation internationale des anciens prisioniers politiques). 1951 änderte die FIAPP aus politischen Gründen ihre Struktur und integrierte Organisationen ehemaliger Widerstandskämpfer, Deportierter und Internierter, Kämpfer unterschiedlicher politischer Orientierung und aus allen Ländern Europas. Auch deutsche Antifaschisten waren Teil dieser neuen Organisation, der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR). Der Sitz der FIR war seit dem Mai 1951 in Wien.
Die Hauptaufgaben der FIR in dieser Zeit waren die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln und die Durchsetzung der politischen Ideale der Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus, als sie versprachen: "Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!"
Die FIR unterstützte die Opfer bei der Durchsetzung ihrer sozialen und medizinischen Interessen und arbeitete an der Erinnerungsarbeit an den antifaschistischen Kampf und die illegale Arbeit in verschiedenen Ländern. Gegen das Wiederaufleben faschistischer Gruppen dokumentierte die FIR die Wirklichkeit der faschistischen Verbrechen.
In den 50er und 60er Jahren organisierte die FIR verschiedene Kongresse über medizinische, politische und historische Themen. Die historische Kommission veröffentlichte einen ersten Überblick über die Widerstandsbewegung in den verschiedenen europäischen Ländern.
In der Zeit des Kalten Krieges war die politische Arbeit der FIR eng verbunden mit den Fragen des Friedens, der Abrüstung, der Verständigung und der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen politischen Systemen.
Die FIR gab den ehemaligen Widerstandskämpfern eine Stimme gegen die militärische Konfrontation. Die Mitgliedsorganisationen in West- und Osteuropa starteten verschiedene Initiativen gegen die Politik der Konfrontation.
Zusammen mit anderen Veteranenorganisationen, wie zum Beispiel dem Weltfrontkämpferverband (WVF/ FMAC) bereitete die FIR 1979 ein "Welttreffen ehemaliger Kriegsteilnehmer für Abrüstung" in Rom vor. Wegen ihrer vielfältigen Aktivitäten und Initiativen für Abrüstung und internationale Zusammenarbeit wurde die FIR von den Vereinten Nationen zum "Botschafter des Friedens" erklärt.
Gegen die offenen Aktivitäten der alter Nazis, wie der Hilfsgemeinschaft ehemaliger Angehöriger der Waffen-SS (HIAG), und neofaschistischer Gruppen organisierte die FIR in Straßburg und Köln in den 80er Jahren Massendemonstrationen und andere Aktivitäten.
In den 90er Jahren musste die FIR auf die Veränderungen der politischen Strukturen in der Welt reagieren. Die sozialen und politischen Probleme von Partisanen und Widerstandskämpfern in den ehemals sozialistischen Ländern wuchsen an, die finanziellen Mittel wurden geringer und das Durchschnittsalter der Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus stieg ununterbrochen an. Deshalb wurde es nötig, die Strukturen der FIR für heutige Generationen zu öffnen. Dieser Prozess fand auf dem 13. ordentlichen Kongress in Berlin 2004 seinen Abschluss, als die FIR ein neues Statut annahm, das die Integration junger Antifaschisten ermöglichte. Seitdem lautet der Name der Organisation: Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) - Bund der Antifaschisten. Seitdem befindet sich der Sitz der FIR in Berlin.
Heute hat die FIR Mitgliedsorganisationen in mehr als 20 europäischen Ländern und in Israel. Die politischen Umstände haben sich geändert, aber die Hauptaussage bleibt: Nie wieder!
Und das bedeutet, für die Bewahrung der historischen Wahrheit über den Widerstandskampf, über den Faschismus und die Rolle der Anti-Hitler-Koalition, die alliierten Truppen, unter ihnen die sowjetischen Soldaten, die die Hauptlast des Krieges zur Zerschlagung des Faschismus trugen.
Begründet auf der Gemeinsamkeit des Kampfes gegen den Faschismus, treten die Mitgliedsorganisationen der FIR heute ein für Frieden, politische und soziale Menschenrechte und Demokratie. Gemeinsam mit den Angehörigen heutiger Generationen handelt die FIR gegen Neofaschismus, Antisemitismus, Rassismus und Terrorismus und dessen sozialen Wurzeln.
Generalsekretär der FIR