FIR sent a letter of solidarity to the Italian organization ANPI and all antifascist organizations because of their protest against a neo-fascist provocation.
Dear comrades
Dear Italian antifascists,
The International Federation of Resistance Fighters (FIR) – Association of Antifascists and its member federations would like to express solidarity with your important event “L’Antifascismo in Marcia” Oct. 28, 2017.
It was a scandalous provocation that open neo-fascist groups propagated to hold a commemorative marching on the 85th anniversary of Mussolini’s “March on Rome” 1922. Although this provocation is not allowed by the state authorities, it is necessary to give a common political signal against this provocation. Because we all know the inhuman and barbarian consequences of fascist policy not only for Italian people, but for other countries and peoples too. The common fight of the Anti-Hitler-Coalition, the partisans and the resistance fighters were the basis for liberation of Europe and Italy too from this barbarism.
The Italian people took the chance for a political new-beginning by creating an antifascist constitution. This is your principle for a “new world of peace and freedom” (Oath of Buchenwald). The projected neo-fascist marching is directly contrary to the common basis of the Italian society.
It is a very impressive sign that against this provocation the community of antifascist and veterans organizations connected with trade-unions, organizations of the civil society and political institutions comes together and stand in one line to defend the constitution and the values of antifascism.
FIR always underlines: “Fascism is not an opinion, but a crime” and remembers the slogan of the International Brigades in Spain in 1936: “No pasaran!”
Vilmos Hanti ,President Dr. Ulrich Schneider, General Secretary

Liebe Kameraden und Freunde, Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten, die Dachorganisation der Verbände ehemaliger Partisanen und Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, Deportierter und Verfolgter des Naziregimes und ihre Familienangehörigen, sowie der Kämpfer in den Reihen der Anti-Hitler-Koalition sowie Antifaschisten heutiger Generationen mit Mitgliedsverbänden in fast allen europäischen Staaten, Israel und Lateinamerika ist solidarisch mit all denjenigen, die am heutigen Distomo Tag an die faschistischen Verbrechen am griechischen Volk erinnern. Anfang April dieses Jahres haben wir nachfolgende Grußbotschaft an eine Demonstration in Athen geschickt: Die FIR steht auf der Seite aller griechischen Organisationen und sozialen Initiativen, die sich für die gerechten und begründeten Forderungen des griechischen Volkes für die Wiedergutmachung seitens der Bundesrepublik Deutschland aufgrund des erzwungenen Besatzungsdarlehens und der Schäden, die in Griechenland durch Nazi-Besatzungsmächte während der Zweiter Weltkrieg angerichtet wurden, einsetzen. Bis heute sind die deutschen Regierungen nicht bereit, dieses offene Problem zu lösen. Mit einer einmaligen Zahlung eines unbedeutenden Betrags von 115 Millionen DM nach dem Bonner Übereinkommen vom 18. März 1960 versuchte der deutsche Staat, die Forderung zu erfüllen. Aber die ausstehende Zahlung ist viel mehr. Die FIR unterstützt die griechischen Anträge in diesem Fall und fordert die deutsche Regierung auf, keine ernsthaften Verhandlungen mehr zu blockieren. Deutsche Reparationen für griechische Menschen fehlen noch! Diese Aussage ist auch hier und heute gültig. In diesem Zusammenhang möchte ich noch an ein weiteres faschistisches Verbrechen erinnern, dass sich heute vor 75 Jahren in der CSR ereignete, das Massaker an den Menschen der kleinen Stadt Lidice bei Prag. Auch dort wurde einige Jahrzehnte behauptet, es handelte sich um Maßnahmen der Kriegsführung – wie auch bei dem Verbrechen von Distomo. Doch der internationale Druck war letztlich zu groß, so dass auch die Bundesregierung nicht nur die deutsche Verantwortung für das Verbrechen eingestehen musste, sondern nun auch einen ernsthaften Beitrag zur Erinnerungsarbeit leistet. Unser gemeinsamer politischer Druck muss dazu führen, dass eine solche Haltung bald auch gegenüber dem griechischen Volk eingenommen wird.
