Vor 80 Jahren: Gernika – ein “Zivilisationsbruch”

17. April 2017

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten und ihre Mitgliedsverbände in über 25 Ländern Europas und Israel erinnern an den 80. Jahrestag der verbrecherischen Bombardierung der baskischen Stadt Gernikas am 26.April 1937 durch die deutsche Legion Condor.

Dieser Angriff auf eine unverteidigte Stadt ist als „Zivilisationsbruch“ in die Geschichte eingegangen. Es war ein Angriff einer fremden Macht gegen eine legale Regierung und richtete sich einzig gegen die Zivilbevölkerung. Der Angriff bedeutete auch die Vernichtung der „heiligen Stadt der Basken“, Symbol ihrer freiheitlich-demokratischen Traditionen und ihrer selbstbewussten Kultur. Das Ergebnis war verheerend: 80% aller Gebäude wurden zerstört, unter den etwa 6000 Einwohnern gab es laut baskischer Regierung 1654 Tote und 889 Verletzte. Für die Nazi-Luftwaffe und Hermann Göring war die Zerstörung Gernikas „ein voller Erfolg der Luftwaffe“. Spanien war damit ein Testfeld für den geplanten großen Krieg.

Picassos Bild „Guernica“ – gemalt für die Weltausstellung 1937 in Paris – verewigte das Verbrechen, das Entsetzen im Angesicht der Verheerungen des Krieges. Es ist die Bild gewordene Anklage seiner Opfer. „Guernica“ ist bis auf den heutigen Tag Symbol der Ablehnung des Krieges und seiner zerstörerischen Gewalt schlechthin.

Bis heute gibt es große Defizite in der historischen und politischen Aufarbeitung. Seit dem Ende der Franco-Herrschaft fordern Politiker und Antifaschisten vergeblich, dass das Picasso-Gemälde als symbolisches Zeichen der Anerkennung des Leids und der Wiedergutmachung an die Stadt übergeben wird. Vor zwanzig Jahren schrieb der damalige deutsche Bundespräsident Roman Herzog einen Brief der Entschuldigung und Versöhnung an die Opfer von Gernika und ihre Nachkommen. Es blieb jedoch bei dieser Geste. Das war jedoch mehr, als alle spanischen Regierungen bis heute gegenüber der baskischen Stadt bereit sind zuzugestehen.

Die Verweigerungshaltung, die der heutige postfranquistische Premier Mariano Rajoy (PP) zeigt, dass die spanische Gesellschaft die Franco-Diktatur nur beschränkt aufgearbeitet hat. Ehrungen des Regimes gehören ebenso zur Tagesordnung wie die Tatsache, dass die Urteile der Unrechtsjustiz fortbestehen. Dazu gehören auch das „ehrende Gedenken“ und die Renten, die Deutschland Jahrzehnte Mitgliedern der Legion Condor und Francos „Blauer Division“, die an der Seite der faschistischen Truppen gegen die Sowjetunion in den Krieg zog, zuteilwerden ließ.

80 Jahre nach der Bombardierung Gernikas sind diese Tat und die Verantwortung der deutschen „Legion Condor“ dafür vielfach vergessen. Die FIR und ihre Mitgliedsverbände – nicht nur in Spanien – treten dafür ein, dass diese Geschehnisse einen festen Platz im kollektiven Gedächtnis der Völker behalten. Sie sind ein dauerhaftes mahnendes Symbol gegen alle völkerrechtswidrigen Kriegshandlungen.

80 years ago: Guernica – a “breach of civilisation”

17. April 2017

The International Federation of Resistance Fighters (FIR) – Association of Antifascists and their member associations in more than 25 countries of Europe and Israel recall the 80th anniversary of the criminal bombing of the Basque city of Guernica on 26 April 1937 by the German “Legion Condor”.

This attack on an undefended city has been a “breach of civilization” in history. It was an attack by a foreign power against a legal government and was directed only against the civilian population. The attack also meant the destruction of the “holy city of the Basques”, a symbol of their free-democratic traditions and their self-conscious culture. The result was devastating: 80% of all buildings were destroyed, among the roughly 6,000 inhabitants there were 1654 dead and 889 injured, according to the Basque government. For the Nazi Luftwaffe and Hermann Goering, the destruction of Guernica was “a complete success of the Luftwaffe”. Spain was thus a test field for the planned World War II.

Picasso’s painting “Guernica” – painted for the world exhibition in Paris in 1937 – immortalized the crime, the horror in the face of the devastations of the war. It is the visualized accuse of its victims. “Guernica” is a symbol of the rejection of war and its destructive force.

To this day, there are great lacks in historical and political reconstruction. Since the end of the Franco regime, politicians and anti-fascists have demanded in vain that the Picasso painting should be handed over to the city as a symbol of the recognition of suffering and reparation. Twenty years ago the former German President Roman Herzog wrote a letter of apology and reconciliation to the victims of Guernica and her descendants. However, this gesture remained. That was, however, more than all the Spanish governments are still ready to contend with the Basque city.

The refusal, which today’s post-franquist Prime Minister Mariano Rajoy (PP) shows that the Spanish society has only worked down the Franco dictatorship. Honors of the regime are just as much a part of the agenda as the fact that the judgments of the injustice of justice continue. These include the “honorable remembrance” and the pensions that Germany had left to the war members of the “Legion Condor” and Franco’s “Blue Division”, who were fighting against the Soviet Union on the side of the Fascist troops.

80 years after the bombing of Guernica, this act and the responsibility of the German “Legion Condor” are often forgotten. The FIR and its member federations – not only in Spain – are working to ensure that these events remain a permanent place in the collective memory of the peoples. They should be a permanent warning symbol against all violations of international law.

FIR verurteilt Anschlag auf Metro in Petersburg

4. April 2017

Solidaritätsschreiben an den Russischen Veteranenverband

Mit Abscheu erfuhren wir von dem feigen Terroranschlag in der Metro von Petersburg. An mindestens zwei Stationen haben Verbrecher Bomben gelegt, die nur ein Ziel hatten, unschuldige Menschen zu töten und viele andere zu verletzen. Dieser Anschlag erinnert an die Bombenanschläge von Madrid, London und Moskau. Dies sind keine politischen Aktionen – es sind nur terroristische Verbrechen.

Die FIR und ihre Mitgliedsorganisationen drücken ihr Mitgefühl mit allen Opfern und deren Familien aus und betonen, dass sie an der Seite aller russischen Menschen stehen, die für eine friedliche und sichere Gesellschaft und gegen menschenverachtenden Terror eintreten.

Letter of Solidarity to the Russian Veterans Union

With disgust we heard and saw the pictures of the cowardly terrorist attack in the Petersburg metro. At at least three stations, criminals have put bombs that have only one goal to kill many innocent people and hurt many others. This attack is reminiscent of the bombings of Madrid, London and Moscow metro-lines. These are not political actions – they are just terrorist crimes.

The FIR and its member federations express their compassion for all victims and their families and emphasize that they stand alongside all the Russian people who advocate a peaceful and secure society and against inhuman terror.

 

 

Von Budapest bis Lissabon – Internationale Proteste gegen SS-Veteranen-Treffen in Riga

15. März 2017

Bericht von Thomas Willms Am 15. März demonstrierten vor den lettischen Botschaften in Berlin, Budapest, Rom, Athen und Brüssel Mitglieder und Freunde der Mitgliedsverbände der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) gegen die Ehrung von Angehörigen der Waffen-SS in der lettischen Hauptstadt Riga und die Unterdrückung antifaschistischer Proteste in Lettland. Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR, hatte bereits vorab gegenüber der lettischen Botschafterin in Deutschland, Frau Elita Kuzma, schärfsten Protest erhoben. In seinem Schreiben heißt es u.a.: „Seit über 25 Jahren veranstalten ehemalige SS-Kollaborateure, Angehörige und politische Anhänger einen Marsch und eine Kundgebung am Freiheitsdenkmal zu Ehren der lettischen Einheiten der Waffen-SS. Nachdem dies anfangs eher geduldet wurde, erlebt man in den letzten Jahren eine offene Unterstützung der Behörden. Wir können den regierungsoffiziellen Erklärungen zum Charakter der baltischen Waffen-SS-Einheiten nicht folgen. Zurecht hat der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg – als Gericht der Völker – in seinem Urteil die SS in allen ihren Untergliederungen – und damit auch die baltischen Waffen-SS Einheiten – als verbrecherische Organisation verurteilt.“ OLYMPUS DIGITAL CAMERA Vilmos Hanti, Präsident der FIR, leitete persönlich den Protest vor der lettischen Botschaft in Budapest. Es wurden, wie auch an allen anderen Orten, Fotodokumente gezeigt, die die Morde lettischer Kollaborateure an Jüdinnen und Juden Lettlands zeigen. Athen 2017 In Athen protestierten 100 Mitglieder von P.E.A.E.A. vor der lettischen Botschaft und überreichten folgende Resolution an den Präsidenten der Republik Lettland: “RESOLUTION FOR THE RALLY OF PEAEA-DSE IN FRONT OF THE LATVIAN EMBASSY IN ATHENS To the President of the Republic of Latvia Mister President, We vehemently protest in the name of the thousands of our members, Resistance fighters of WW2, their descendants and their friends, against the state support and facilitation you give to the Neo-nazis and their descendants who have the impudence to “honor” the Nazi criminals-murderers and the Latvian Waffen-SS with their rally and march in Riga planned for March 16, 2017. Respect for the Memory of tenths of millions victims of the Nazis and their collaborators makes it necessary to ban and to isolate those who “praise and honor” such beasts in human disguise calling them “liberators” in contrast with the real historical facts. It is evident that whoever identifies himself in any way with those scums, identifies himself, too, with their criminal atrocities and as such they will remain in history. We want to denounce the EU which in the Balkan countries and in other member-states as well, tolerates, reinforces and supports governments that endorse such ideas. The Hitler-fascists, the Nazi, the Waffen-SS and their collaborators have been condemned for ever and irrevocably in the consciousness of the Peoples. We demand that you stop in any possible manner the fascist rally and the march of the eulogists of the Nazi and of the Latvian Waffen-SS. Athens, March 15, 2017“ Rome 2017 Auch in Rom protestierten Veteranen und Mitglieder antifaschistischer Verbände von ANPI, FIAP und anderen gegen das SS-Treffen in Riga.

In Lissabon protestierte Marília Villaverde Cabral vom Verband URAP mit folgendem Schreiben: „Excelentíssimo Senhor Embaixador da Letónia em Portugal A U.R.A.P.- União de Resistentes Antifascistas Portugueses, vem, pelo presente meio, demonstrar o mais vivo repúdio pela cerimónia de homenagem às Waffen-SS prevista para 16 de Março em Riga. A marcha em Riga (Ehrenmarsch) é uma provocação sem precedentes para os familiares e vítimas da polícia letã e das unidades das SS. Assim solicitamos que, junto das autoridades do seu país, dê nota do nosso protesto. Pela Direcção da URAP”

In Berlin sprachen vor der lettischen Botschaft der Landesvorsitzende der VVN-BdA Dr. Hans Coppi, der Bundestagsabgeordneter Volker Beck von Bündnis 90/Grüne und Rita Bock, deren Großmutter nach Riga deportiert und dort ermordet wurde.

No honor for the Latvian Waffen-SS! Call for international protests

25. Februar 2017

On 16 March, as every year since 1991, in Riga, the Latvian capital, there will be a worship, an honorary march and a flag-lined rally at the Freedom Monument in honor of the Latvian units of the Waffen-SS.

With Estonia, Lithuania, Ukraine and Bulgaria, Latvia is one of the Eastern European states where units of the Waffen-SS and other anti-Semitic death squads collaborating with the Nazis are celebrated as national idols. This is done with state toleration and partial open support from authorities.

The Riga “Ehrenmarsch” is an unprecedented provocation for the members of the victims of the Latvian police and SS units and for the Jewish, Russian-speaking and other minorities in the country. It stands not only in contrast to the fundamental values of the European Union, whose other advantages the Latvian state likes to accept, but is also a provocation against the Russian Federation and thus a threat to peace in Europe.

In Latvia, anti-fascist demonstrators are exposed to considerable reprisals (telephone monitoring, travel restrictions, administrative chicanery, police, state influence on hotels and event organizers). This also applies to supporters who come from Germany and other countries.

It is therefore more important in 2017 as well to show solidarity with the Latvian antifascists. The International Federation of Resistance Fighters (FIR) and its member federations call for a trip to Riga and to participate in the anti-fascist demonstration on 16 March.

At the same time they call on March 15, 2017, in Rome, Brussels, Budapest, Athens as well as in several German towns to protest in front of Latvian embassies and consulates in Europe against the glorification of Nazi collaborators and mass murderers and to demand freedom for Latvia’s anti-fascists.Riga Protest 2014

We demand:

• Conclude the tribute of Nazi collaborators and murderers!

• Recognize the Baltic participation in Nazi genocide!

• Freedom for “Latvia without Nazism”!

• We call all antifascists to send protest messages to Latvian embassies and Latvian consulates!

Keine Ehrung der lettischen Waffen-SS! Aufruf zu internationalen Protestkundgebungen

25. Februar 2017

Am 16. März wird es in der lettischen Hauptstadt Riga – wie jedes Jahr seit 1991 – zu einem Gottesdienst, einem Ehrenmarsch und einer fahnengesäumten Kundgebung am Freiheitsdenkmal zu Ehren der lettischen Einheiten der Waffen-SS kommen.

Lettland gehört mit Estland, Litauen, der Ukraine und Bulgarien zu den osteuropäischen Staaten in denen Einheiten der Waffen-SS und andere mit den Nazis kollaborierende antisemitische Todesschwadronen als nationale Idole gefeiert werden. Dies geschieht mit staatlicher Duldung und teilweise offener Unterstützung durch Behörden.

Der Rigaer „Ehrenmarsch“ ist eine unerhörte Provokation für die Angehörigen der Opfer der lettischen Polizei und SS-Verbände und für die jüdische, russischsprachige und andere Minderheiten im Land. Er steht nicht nur im Gegensatz zu den Grundwerten der Europäischen Union, deren sonstige Vorzüge der lettische Staat andererseits gerne entgegennimmt, sondern ist auch eine Provokation gegenüber der Russischen Föderation und damit eine Gefahr für den Frieden in Europa.

In Lettland werden antifaschistische Demonstrant*innen erheblichen Repressalien (Telefonüberwachung, Reisebeschränkungen, Behördenschikanen, Polizeiwillkür, staatliche Einflussnahme auf Hotels und Veranstaltungsunternehmen) ausgesetzt. Dies gilt auch für Unterstützer*innen, die aus Deutschland und anderen Ländern anreisen.

Umso wichtiger ist es, auch 2017 Solidarität mit den lettischen Antifaschist*innen zu zeigen. Die VVN-BdA und die Mitgliedsverbände der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) rufen dazu auf, nach Riga zu reisen und am 16. März an der antifaschistischen Kundgebung teilzunehmen.

Gleichzeitig rufen sie dazu auf am 15. März  in Rom, Brüssel, Budapest und Athen

vor lettischen Botschaften und Konsulaten in Europa gegen die Verherrlichung von NS-Kollaborateuren und Massenmördern zu protestieren und Freiheit für Lettlands Antifaschist*innen zu fordern.

Die VVN-BdA ruft auf zu Mahnwachen vor der lettischen Botschaft und den Honorarkonsulaten in  Berlin, Bremen, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf.

Wir fordern:

  • Schluss mit der Ehrung von NS-Kollaborateuren und Mördern!
  • Anerkennen der baltischen Beteiligung am nazistischen Völkermord!
  • Freiheit für „Lettland ohne Nazismus“!
  • Wir rufen für den 15. März auf zu Protestkundgebungen vor der lettischen Botschaft und lettischen Konsulaten!

FIR unterstützt Proteste gegen internationales Neonazi-Treffen in Genua

25. Februar 2017

Europäische Neofaschisten wollten am 11. Februar 2017 in Genua ein Treffen organisieren. Angekündigt waren Roberto Fiore, Präsident von Forza Nuova, Udo Voigt, Mitglied im Europäischen Parlament für die deutsche NPD, Yvan Benedetti, Führer der französischen Rechtspartei Parti Nationaliste Français und Nick Griffin, ehemaliger Präsident der British National Party sowie zahlreiche weitere Repräsentanten verschiedener faschistischer Gruppen.

05 Filippo Genova 2 Nachdem die Regionalverwaltung alle öffentlichen Aufmärsche untersagt hatten und das geplante Hotel die Räume storniert hat, sollte dieses Treffen im Parteibüro der neofaschistischen Partei Forca Nuova stattfinden. Dies rief aber den geschlossenen Widerstand der antifaschistischen Kräfte in der Stadt auf den Plan. Innerhalb kurzer Zeit organisierte die antifaschistische Organisation ANPI gemeinsam mit Gewerkschaften, politischen Parteien und anderen Organisationen eine kämpferische Gegenaktion, an der mehrere tausend Demonstranten teilnahmen.

05 Filippo in GenovaAls Vertreter der FIR nahm der Vizepräsident Filippo Giuffrida an dieser Demonstration teil und überbrachte die kämpferischen Grüße der internationalen antifaschistischen Bewegung. Gemeinsam könne man sich erfolgreich gegen die extreme Rechte wehren, wo immer sie versucht sich mit rassistischen und demagogischen Parolen gegen die demokratischen und sozialen Rechte aller Menschen zu formieren.

Die Demonstration in Genua war ein sichtbares Zeichen für die Mobilisierungsfähigkeit der antifaschistischen Idee.

The main political tasks of the coming years – the political declaration of FIR

4. Dezember 2016

1. Anti-fascism is more relevant than ever! Even more than 70 years after the historic victory in May 1945 over fascist regimes in Europe anti-fascism is a more recent political idea than ever. The current problems of political, economic and social causes require from all people joint actions – not facing political party boundaries – for a socially just, peaceful and democratic development in all parts of the world. 2. Stop the resurgence of right-wing populism and neo-fascism With great concern, that we see the increase of the political influence of extreme right forces, from violent neo-fascists to right-wing populist groups, in different European countries. These groups engage ostensibly to the serious concerns of the people, but give nationalist and racist responses to the existing problems. Moreover they propagate and practice increasingly violent forms of conflict, such as arson attacks on “foreigners”, hunting refugees and other excesses. The refugee movement caused by war and social need – which only can be answered by practical solidarity of all European countries – is answered by them with a demand for authoritarianism, intolerance and nationalist chauvinism. At the same time they propagate ideals of former fascist movements (Bandera, Horthy, Mussolini, Ustasha and other “models”). This is in contradiction to international declaration, especially the resolution of the United Nations General assembly to the topic preserving memories (7 Dec 2014). The FIR and its member federations as internationalist movement stand together against racism, xenophobia, neo-fascism, nationalism and extreme right-wing populism. We support protests like the demonstration in Riga et.al. 3. Eliminate the threat of war – for the protection of peace Fascism and war are two sides of one medal. That is why the political slogan of 1945 was “destroying the Nazism with its roots and creating a new world of peace and freedom”. The International Federation of Resistance Fighters (FIR) – Association of Anti-fascists has as “ambassador of peace” of the United Nations a moral order to work for non-military solutions for the conflicts in the world. We fight in particular the causes of war and warmongers who want to impose their imperial goals, their needs of raw material and geopolitical interests on the backs of peoples. We expect the United Nations to support peaceful means of settling e.g. in Afghanistan, Iraq, Syria or in Ukraine. That is how FIR acts as part of the international peace movement. As a new form of threat we can see terrorist attacks. Partly with “religious” reasons, partly with the standard criticism of “Western values” attacks against the civilian population in various European countries are carried out in particular. We condemn such inhuman acts of violence in the strongest terms, but we cannot forget on the other hand, that such forces have been financed and used as “weapons” in the late Cold War. We call the countries concerned by terrorist attacks not to use such brutal acts as a pretext to dismantle democratic rights and to establish authoritarian rules. 4. Preserving memories – against historical revisionism The memory of the common anti-fascist struggle of the peoples and military parts of the anti-Hitler coalition is a permanent task of FIR and its member federations. In several European countries, notably the Baltic States, in Poland, in Ukraine and in countries of the former Yugoslavia we see on various political and social levels attempts and tendencies to falsify the antifascist memories. Monuments of the anti-fascist struggle were destroyed or even rededicated. Former collaborators of the SS are recognized as “freedom fighters” and on European level there are attempts to establish a “solemn ceremony against totalitarianism” on 23 August. We oppose those attempts of historical revisionism. On the other hand we are proud that in all these countries also veterans and antifascist groups do their duty for the historical truth and defending such memorial places for the liberation from Nazi-fascism and for the liberators. The tasks of the FIR and its member federations remains to preserve the historical memory of the resistance of the peoples, to the women and men who sacrificed their lives, who fought in the ranks of the anti-Hitler coalition or for their convictions or have been victims from other reasons of fascist exclusion in the concentration and extermination camps. To pass their experiences on to present and future generations is one of the most important tasks, standing in front of our organizations. We cooperate particularly with memorials at the places of camps, with archives and historical institutions and antifascist initiatives conveyance of history. Outstanding examples of this work are the exhibition “European resistance against Nazism” and the international youth meetings, documenting the impressive forms of conveying history to the young generations. 5. The unit of the anti-fascist forces consolidate – win new generations! Since 65 years, the FIR is working as an international umbrella organization of all the different fighters and forces of the Anti-Hitler-Coalition, former persecuted and today’s anti-fascists. Their strength is the commonality that results despite different political party orientations, social visions or religious values. The path of the “torch of FIR” impressively emphasized that community. In our ranks are comrades and friends

  • they fight to overthrow the exploitative system that generates poverty, fascism and war,
  • they defend democratic and social rights,
  • they are based on religious or humanistic ideals connected with the antifascist goals,
  • they want to preserve the memories of their families.

Each way to antifascism is welcomed in FIR. This unit must be developed renew, because the witness’s generation is leaving us. And we call all member federations to open their structure for the today’s generations. In that way we are challenged to share the ideals of the anti-fascist legacy with the post-war generations, who bring their own issues and perspectives in political disputes. For FIR therefore the task is: In connection with the present generations we preserve the legacy of the fighters and persecuted and fight for democracy, humanism, social justice and “a new world of peace and freedom.”

Die politischen Hauptaufgaben der nächsten Jahre – Politische Erklärung der FIR

4. Dezember 2016

1. Antifaschismus ist wichtiger denn je!

Auch mehr als 70 Jahre nach dem historischen Sieg im Mai 1945 über faschistische Regime in Europa ist Antifaschismus als politische Idee aktueller als je zuvor. Die gegenwärtigen Probleme politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ursachen fordern von allen Menschen gemeinsame Handlungen – ohne politische Parteiengrenzen – für eine sozial gerechte, friedliche und demokratische Entwicklung in allen Teilen der Welt.

2. Stoppt das Wiederaufleben von Rechtspopulismus und Neofaschismus

Mit großer Sorge sehen wir die Zunahme des politischen Einflusses extremer Kräfte, von gewalttätigen Neofaschisten bis zu rechtspopulistischen Gruppen in verschiedenen europäischen Ländern. Diese Gruppen engagieren sich scheinbar für die ernsthaften Sorgen der Bevölkerung, geben aber nationalistische und rassistische Antworten auf die bestehenden Probleme. Darüber hinaus propagieren und praktizieren sie zunehmend gewalttätige Konfliktformen wie Brandanschläge auf “Ausländer”, Jagd aus Flüchtlinge und andere Exzesse.

Die von Krieg und sozialer Not hervorgerufene Fluchtbewegung, die nur durch die praktische Solidarität aller europäischen Länder bewältigt werden kann, wird von ihnen mit einer Forderung nach Autoritarismus, Intoleranz und nationalistischem Chauvinismus beantwortet. Gleichzeitig propagieren sie Ideale früherer faschistischer Bewegungen (Bandera, Horthy, Mussolini, Ustascha und andere “Modelle”). Dies steht im Widerspruch zu der internationalen Erklärung, insbesondere der Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Thema Erinnerungskultur (7. Dezember 2014).

Die FIR und ihre Mitgliedsverbände als internationalistische Bewegung stehen zusammen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Neofaschismus, Nationalismus und rechtsextremen Populismus. Wir unterstützen Proteste wie die Demonstration in Riga u.a.m.

3. Beseitigt die Bedrohung des Krieges – für den Schutz des Friedens

Faschismus und Krieg sind zwei Seiten einer Medaille. Deshalb war der politische Slogan von 1945 “den Nazismus mit seinen Wurzeln zu zerstören und eine neue Welt des Friedens und der Freiheit zu schaffen”.

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten hat als “Botschafter des Friedens” der Vereinten Nationen eine moralische Verpflichtung, für nichtmilitärische Lösungen der Konflikte in der Welt zu arbeiten. Wir kämpfen insbesondere gegen die Ursachen von Kriegen und Kriegstreiber, die ihre imperialen Ziele, ihre Rohstoffbedürfnisse und geopolitischen Interessen auf dem Rücken der Völker durchsetzen wollen. Wir erwarten von den Vereinten Nationen die Unterstützung friedlicher Lösungen, zum Beispiel in Afghanistan, Irak, Syrien oder in der Ukraine. So agiert die FIR als Teil der internationalen Friedensbewegung.

Als neue Form der Bedrohung sehen wir Terroranschläge. Zum Teil mit “religiösen” Begründungen, zum Teil mit der Standardkritik an “westlichen Werten” werden vor allem Angriffe auf die Zivilbevölkerung in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt. Wir verurteilen solche unmenschlichen Gewaltakte in aller Form, wir können aber nicht vergessen, dass solche Terroristen im späteren Kalten Krieg finanziert und als “Waffen” verwendet wurden. Wir rufen die durch Terroranschläge betroffenen Länder auf, solche brutalen Handlungen nicht als Vorwand zu benutzen, um demokratische Rechte abzubauen und autoritäre Regeln aufzustellen.

4. Erinnerung bewahren – gegen Geschichtsrevisionismus

Die Erinnerung an den gemeinsamen antifaschistischen Kampf der Völker und der militärischen Teile der Anti-Hitler-Koalition ist eine ständige Aufgabe der FIR und ihrer Mitgliedsverbände. In mehreren europäischen Ländern, vor allem in den baltischen Staaten, in Polen, in der Ukraine und in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, sehen wir auf verschiedenen politischen und sozialen Ebenen Versuche und Tendenzen, die antifaschistischen Erinnerungen zu verfälschen. Denkmäler des antifaschistischen Kampfes wurden zerstört oder sogar umgewidmet. Ehemalige Freiwillig der SS werden als “Freiheitskämpfer” anerkannt und auf europäischer Ebene gibt es Versuche, am 23. August einen “Gedenktag gegen den Totalitarismus” zu etablieren.

Wir verurteilen diese Versuche des Geschichtsrevisionismus. Andererseits sind wir stolz darauf, dass in all diesen Ländern auch Veteranen und antifaschistische Gruppen ihre Pflicht für die historische Wahrheit erfüllen und Gedenkstätten für die Befreiung vom Nazi-Faschismus und für die Befreier verteidigen.

Die Aufgabe der FIR und ihrer Mitgliedsverbände bleibt es, die historische Erinnerung an den Widerstand der Völker, die Frauen und Männer, die ihr Leben opferten, die in den Reihen der Anti-Hitler-Koalition oder für ihre Überzeugung kämpften oder aus anderen Gründen der faschistischen Ausgrenzung als Verfolgte in den Konzentrations- und Vernichtungslagern waren, zu bewahren. Ihre Erfahrungen an gegenwärtige und zukünftige Generationen weiterzugeben, ist eine der wichtigsten Aufgaben, die vor unseren Organisationen stehen.

Wir kooperieren vor allem mit Denkmälern an den Orten der Lager, mit Archiven und historischen Institutionen und antifaschistischen Initiativen, die die Geschichte weitertragen. Hervorragende Beispiele dieser Arbeit sind die Ausstellung “Europäischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus” und die internationalen Jugendtreffen, die eine eindrucksvolle Form der Vermittlung der Geschichte an junge Generationen aufzeigen.

5. Die Einheit der antifaschistischen Kräfte stärken – neue Generationen gewinnen!

Seit 65 Jahren arbeitet die FIR als internationale Dachorganisation aller Kämpfer und Kräfte der Anti-Hitler-Koalition, ehemaliger Verfolgter und heutiger Antifaschisten. Ihre Stärke ist die Gemeinsamkeit, die sich trotz unterschiedlicher politischer Parteienorientierungen, gesellschaftlicher Visionen oder religiöser Werte ergibt. Der Weg der “Friedens-Fackel” betonte eindrucksvoll die Gemeinschaft.

In unseren Reihen sind Kameraden und Freunde

• die gegen das ausbeuterische System, das Armut, Faschismus und Krieg erzeugt, kämpfen,

• die demokratische und soziale Rechte verteidigen,

• die auf religiöser oder humanistischer Überzeugung mit den antifaschistischen Zielen verbunden sind,

• die die Erinnerungen ihrer Familien bewahren wollen.

Jeder Weg zum Antifaschismus ist in der FIR willkommen.

Diese Einheit muss immer wieder erneuert werden, weil die Generation der Zeugen uns verlässt. Wir rufen alle Mitgliedsverbände auf, ihre Struktur für die heutigen Generationen zu öffnen. Auf diese Weise sind wir gefordert, die Ideale des antifaschistischen Erbes mit den Nachkriegsgenerationen zu teilen, die ihre eigenen Themen und Perspektiven in politische Konflikte einbringen.

Für die FIR steht daher die Aufgabe:

Gemeinsam mit den jetzigen Generationen bewahren wir das Erbe der Kämpfer und Verfolgten und kämpfen für Demokratie, Humanismus, soziale Gerechtigkeit und “eine neue Welt des Friedens und der Freiheit”.

The Bulgarian historian and antifascist Prof. Velko Valkanov died Nov. 26, 2016

26. November 2016

FIR sent the following letter of condolence to the Bulgarian Antifascist Union and the International Dimitrov Foundation, Sofia

With deep sorrow we have to take note of the death of prof. Velko Valkanov this week-end.

Just after the XVII regular congress of FIR in Prague confirmed him as member of the honor presidency of FIR, he was very excited about, he died at the age of 88 years.

Prof. Valkanov was an active historian and journalist, who analyzed and published in several media. As antifascist he advised against right-wing policy and tendencies not only in Bulgaria, but in various parts of Europe. He faced the history and gave answers to the today’s situation and for future tasks. That is how we will remember him.

Because of his very active work in the sense of FIR the XVI FIR congress in Sofia 2013 named him first time as member of honor presidency.  With his death the Bulgarian antifascist movement lost a highly estimated figure. We will not forget him. We would like to express our condolences also to his family and all relatives.

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