50 Jahre „Blumen für Stukenbrock“ – Gedenken auf sowjetischem Soldatenfriedhof

3. September 2017

Am 2. September 2017 fand auf dem Gelände des größten sowjetischen Soldatenfriedhofes in Deutschland, in Stukenbrock, auf dem etwa 65.000 sowjetischen Soldaten, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und weitere Verfolgte des Naziregimes begraben liegen, die traditionelle Antikriegstagskundgebung statt. Als Hauptredner war in diesem Jahr Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR, eingeladen.

In seiner Rede lobte er die langjährige Kontinuität der geschichtspolitischen Erinnerungsarbeit und betonte:

„Im Interesse der Menschen in unserem Land und in Russland müssen wir uns gegen jede Verschärfung politischer und militärischer Spannungen wehren. In Erinnerung an die hier in Stukenbrock begrabenen Opfer der faschistischen Aggressionspolitik sollte unsere Parole lauten:

Entspannungspolitik statt Konfrontation!

Für eine neue Ostpolitik und eine neue Westpolitik, die die Außenpolitik unseres Landes und der EU nicht zu einem Befehlsempfänger der US-Politik degradieren lässt.

Das sind wir den sowjetischen Toten und ihren Angehörigen, aber auch unseren eigenen Bürgern gegenüber schuldig.“

Gedenken in Banska Bystrica

3. September 2017

Gemeinsam mit dem Präsidenten des slowakischen Mitgliedsverband SZPB und weiteren Mitgliedern nahm FIR-Präsident Vilmos Hanti Ende August 2017 an der Gedenkveranstaltung zum Slowakischen Nationalaufstand (SNP) in Banska Bystrica teil. Nach der Kranzniederlegung fand auf dem Marktplatz der Stadt eine Kundgebung gegen Neofaschismus und Rechtspopulismus statt.

(English) FIR is urgently warning of a further escalation of the military tensions in Asia and Latin America by the US government.

21. August 2017

Leider ist der Eintrag nur auf Amerikanisches Englisch verfügbar.

Die FIR warnt dringend vor einer weiteren Eskalation der militärischen Spannungen in Asien und Lateinamerika seitens der US-Regierung.

21. August 2017

Mit großer Sorge verfolgt die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten die zunehmende Drohung mit militärischer Gewalt im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea. Sichtbare Zeichen sind dafür nicht nur Waffentests, sondern die steigenden Zahlen von Militärmanövern in der Region um Korea. Wir missbilligen ausdrücklich die Manöver der USA, Südkoreas und Japans in diesem Gebiet ebenso wie die militärische Präsenz von mehr als 28.000 US-Soldaten im Süden der koreanischen Halbinsel. Die Aufstellung des US-Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea stellt eine weitere Eskalationsstufe in der Bedrohungsstrategie dar und zielt auf die Fähigkeit zum Erstschlag, die sich auch gegen die Sicherheit der VR China richtet.

Begründet wird dies mit dem nordkoreanischen „Nuklearprogramm“, das auch durch die Vereinten Nationen abgelehnt wird. Als Teil der Friedensbewegung tritt die FIR selbstverständlich ein für eine weltweite Abschaffung aller Nuklearwaffen. Dies setzt aber für alle beteiligten Staaten voraus, dass sie sich nicht durch die atomare Bedrohung durch andere Staaten selber zur Aufrüstung gedrängt sehen. Wir unterstützen und fordern daher die friedliche Beilegung der Streitigkeiten zwischen den USA und Nordkorea sowie die Ersetzung der Waffenstillstandsvereinbarung von 1953 durch ein umfassendes Friedensabkommen zwischen beiden Seiten.

Wir erinnern an die verheerenden Folgen der Atombombenabwürfe vor 72 Jahren auf Hiroshima und Nagasaki. Das verbietet jegliche Überlegungen einer nuklearen Erstschlag-Strategie, wie sie aktuell vom US-Präsidenten propagiert wird. Eine Eskalation in Worten und – wie es scheint – auch in Taten zur Durchsetzung der geopolitischen Hegemonie der USA im pazifischen Raum muss gestoppt werden. Offenbar scheint nur militärisches Handeln eine Option für die gegenwärtige US-Administration zu sein. So wurde ebenfalls der Regierung in Venezuela, die gegen innenpolitische Destabilisierung kämpft, mit militärischem Einsatz gedroht.

Wir fordern die politischen Mächte der Welt auf, ihren Einfluss auf alle Beteiligten gelten zu machen, dass auf jegliche militärische Drohung verzichtet wird und der Weg für diplomatische Lösungen gesucht wird. Dazu gehört auch eine Demilitarisierung und nukleare Abrüstung in der ostasiatischen Region sowie die unabhängige und friedliche Wiedervereinigung Koreas.

In wenigen Tagen jährt sich der 1. September, der Tag des faschistischen Überfalls auf Polen und damit der Beginn des zweiten Weltkrieges, der über 60 Millionen Menschen das Leben kostete. Die Völker zogen nach der militärischen Zerschlagung des deutschen Faschismus 1945 daraus die Lehre, die für uns bis heute Verpflichtung ist:

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Meeting with Auschwitz Survivors in Kassel

15. Juni 2017

Auschwitz-Gedenken klein

At a ceremony for the opening of a statue commemorating Auschwitz during documenta14 –time in Kassel (Germany) representatives of FIR met with Auschwitz-survivors. FIR-Vice-president Christos Tzintsilonis, accompanied by Aristomenis Syngelakis, Marian Turski (International Auschwitz Committee, Poland), Albina Moimas (Italy) and General Secretary of FIR Ulrich Schneider. Ulrich Schneider took in this ceremony the floor for a greeting word.

FIR remembers Distomo in Kassel

10. Juni 2017

During the opening of the intenational art-fair documenta14 in Kassel (Germany) FIR participated at a commemoration of the SS-massacre in Distomo (Greece). The General Secretary of FIR took the floor for the following greeting words:distomo-aktion2017 Liebe Kameraden und Freunde, Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten, die Dachorganisation der Verbände ehemaliger Partisanen und Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, Deportierter und Verfolgter des Naziregimes und ihre Familienangehörigen, sowie der Kämpfer in den Reihen der Anti-Hitler-Koalition sowie Antifaschisten heutiger Generationen mit Mitgliedsverbänden in fast allen europäischen Staaten, Israel und Lateinamerika ist solidarisch mit all denjenigen, die am heutigen Distomo Tag an die faschistischen Verbrechen am griechischen Volk erinnern. Anfang April dieses Jahres haben wir nachfolgende Grußbotschaft an eine Demonstration in Athen geschickt: Die FIR steht auf der Seite aller griechischen Organisationen und sozialen Initiativen, die sich für die gerechten und begründeten Forderungen des griechischen Volkes für die Wiedergutmachung seitens der Bundesrepublik Deutschland aufgrund des erzwungenen Besatzungsdarlehens und der Schäden, die in Griechenland durch Nazi-Besatzungsmächte während der Zweiter Weltkrieg angerichtet wurden, einsetzen. Bis heute sind die deutschen Regierungen nicht bereit, dieses offene Problem zu lösen. Mit einer einmaligen Zahlung eines unbedeutenden Betrags von 115 Millionen DM nach dem Bonner Übereinkommen vom 18. März 1960 versuchte der deutsche Staat, die Forderung zu erfüllen. Aber die ausstehende Zahlung ist viel mehr. Die FIR unterstützt die griechischen Anträge in diesem Fall und fordert die deutsche Regierung auf, keine ernsthaften Verhandlungen mehr zu blockieren. Deutsche Reparationen für griechische Menschen fehlen noch! Diese Aussage ist auch hier und heute gültig. In diesem Zusammenhang möchte ich noch an ein weiteres faschistisches Verbrechen erinnern, dass sich heute vor 75 Jahren in der CSR ereignete, das Massaker an den Menschen der kleinen Stadt Lidice bei Prag. Auch dort wurde einige Jahrzehnte behauptet, es handelte sich um Maßnahmen der Kriegsführung – wie auch bei dem Verbrechen von Distomo. Doch der internationale Druck war letztlich zu groß, so dass auch die Bundesregierung nicht nur die deutsche Verantwortung für das Verbrechen eingestehen musste, sondern nun auch einen ernsthaften Beitrag zur Erinnerungsarbeit leistet. Unser gemeinsamer politischer Druck muss dazu führen, dass eine solche Haltung bald auch gegenüber dem griechischen Volk eingenommen wird.

Lidice will be a memorial forever!

3. Juni 2017

75 years ago the village was destroyed by the Wehrmacht and SS

The International Federation of Resistance Fighters (FIR) – Association of anti – fascists commemorates the 75th anniversary of the crimes of the German occupation troops against the Czech civilian population.

75 years ago, on 10 June 1942 German troops murdered in Czechoslovakia in the village of Lidice about 20 kilometers northwest of Prague the whole male population, the women were deported in concentration camps and most children were killed in CC Chelmno. Two weeks later German troops murdered more than 30 men in Lezaky, about a hundred kilometers east of Prague.

As a justification for these massacres, the Fascist occupation troops called the successful bombing of Reinhard Heydrich, the planning commissioner for the „final solution“ of the Jewish question and the highest NS functionary in Bohemia and Moravia. In fact, at the end of May 1942, a small group of Czechoslovak resistance fighters trained in the UK managed to kill this responsible for numerous crimes against the Czechoslovak population.

For revenge and as intimidation, the village of Lidice was destroyed and the men of Lezarky were shot. But this terror could not suppress the illegal resistance struggle in CSR. Czechoslovak antifascists contributed to the liberation of their country from fascism.

The International Federation of Resistance Fighters (FIR) reminds the fighters against Fascism, who have kept their courage and struggle despite terror and persecution. But we also recall the broad solidarity of the anti-fascists around the world, which contributed to the fact that Lidice could never be forgotten.

We welcome the fact that the Czech government is organizing this Memorial Day in dignified form. As a special appreciation, we see the decision of the Slovakian government to honor one of the resistance fighters posthumously with high honors. These are important signals against all attempts of falsifying history:

The anti-fascist resistance was not responsible for this massacre but the fascist occupation policy. We will not allow the relativization of fascist crimes and the rehabilitation of fascist collaborators!

Lidice wird für immer ein Mahnmal bleiben!

3. Juni 2017

Vor 75 Jahren wurde der Ort durch Wehrmacht und SS zerstört Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten erinnert anlässlich des 75. Jahrestages an das Verbrechen der deutschen Besatzungstruppen gegen die tschechische Zivilbevölkerung. Vor 75 Jahren, am 10.Juni 1942 ermordeten deutsche Truppen in der Tschechoslowakei in dem 500-Einwohner-Dorf Lidice rund 20 Kilometer nordwestlich von Prag die gesamte männliche Bevölkerung, deportierten die Frauen in Konzentrationslager und töteten die meisten Kinder im KZ Chelmno. Zwei Wochen später ermordeten deutsche Truppen mehr als 30 Männer in Lezaky, rund hundert Kilometer östlich von Prag. Als Rechtfertigung für diese Massaker nannten die faschistischen Okkupanten den erfolgreichen Bombenanschlag auf Reinhard Heydrich, den Planungsbeauftragten für die „Endlösung“ der Judenfrage und höchsten NS-Funktionär im damaligen Böhmen und Mähren. In der Tat gelang es Ende Mai 1942 einer kleinen Gruppe in Großbritannien trainierter tschechoslowakischer Widerstandskämpfer direkt in Prag diesen Verantwortlichen für zahllose Verbrechen auch gegen die tschechoslowakische Bevölkerung zu töten. Aus Rache und als Einschüchterung wurden das Dorf Lidice vernichtet und die Männer von Lezarky erschossen. Doch dieser Terror konnte den illegalen Widerstandskampf in der CSR nicht unterdrücken. Tschechoslowakische Antifaschisten leisteten ihren Beitrag zur Befreiung ihres Landes vom Faschismus. Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) erinnert an diesem Tag an die Kämpferinnen und Kämpfer gegen den Faschismus, die trotz Terror und Verfolgung ihren Mut und Kampfeswillen bewahrt haben. Wir erinnern aber auch an die breite Solidarität der Antifaschisten weltweit, die dazu beitrugen, dass Lidice niemals vergessen werden konnte. Wir begrüßen, dass die tschechische Regierung diesen Gedenktag in würdiger Form organisiert. Als besondere Wertschätzung sehen wir die Entscheidung der slowakischen Regierung, einen der Attentäter posthum mit hohen Ehrungen auszuzeichnen. Das sind wichtige Signale gegen alle Versuche der Geschichtsfälschung: Nicht der antifaschistische Widerstand war verantwortlich für dieses Massaker, sondern die faschistische Okkupationspolitik. Keine Relativierung faschistischer Verbrechen und Rehabilitierung faschistischer Kollaborateure zulassen!

Greetings Day of Liberation/ Day of Victory 2017

7. Mai 2017

The International Federation of Resistance Fighters (FIR) – Association of Antifascists greets all participants of the celebrations on the day of victory and the commemorative actions „immortal regiment“.

May 8/9, 1945, is and will remain for antifascists in all parts of the world the day of liberation and the day of victory over fascist barbarism.

All of us who celebrate this day with events and other commemorative activities show that the memory of the victims of the fascist barbarism and the fighters against fascism is an important task for all of us. The participants of the „immortal regiment“ commemorative event in Russia and in many other countries around the world remind us of their family members, friends and relatives, who sacrificed their lives in the ranks of the anti-Hitler coalition crushing of fascist military machinery.

This recollection is more important than ever before, because we are witnessing the transformation of Fascist collaborators into „freedom fighters“ in different countries, in the Baltic States or in the Ukraine. Against such forms of historical revisionism, we need the public memory and recollection of those men and women who have opposed the fascist threat, with all their might, with their freedom, their health, and part of them with their lives,

To commemorate and thank these fighters and victims at this day is the obligation to carry on the political legacy of the survivors, as in the „Oath of Buchenwald“ of the former prisoners of Buchenwald concentration camp of 19 April 1945: „the destruction of Nazism with its roots and the creation of a new world of peace and freedom „.

Grüße zum Tag der Befreiung/ Tag des Sieges 2017

7. Mai 2017

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten grüßt alle Teilnehmenden der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges und der Gedenkaktionen „unsterbliches Regiment“.

Die 8./9. Mai 1945 ist und bleibt für Antifaschisten in allen Teilen der Welt der Tag der Befreiung und der Tag des Sieges über die faschistische Barbarei.

Alle, die mit uns gemeinsam diesen Tag mit Feiern und anderen Gedenkaktivitäten begehen, zeigen, dass ihnen die Erinnerung an die Opfer der faschistischen Barbarei und die Kämpfer gegen den Faschismus ein wichtiges Anliegen ist.

Die Teilnehmenden der Gedenkaktion „unsterbliches Regiment“ erinnern nicht nur in Russland, sondern in vielen Ländern der Welt dabei auch ganz persönlich an Familienangehörige, Freunde und Verwandte, die in den Reihen der Anti-Hitler-Koalition ihr Leben für die Freiheit ihrer Heimat und die militärische Zerschlagung der faschistischen Militärmaschinerie gaben.

Dieses Erinnern ist heute wichtiger denn je, erleben wir doch in verschiedenen europäischen Ländern, im Baltikum oder in der Ukraine, dass faschistische Kollaborateure zu „Freiheitskämpfern“ uminterpretiert werden. Gegen solche Formen von Geschichtsrevisionismus ist das öffentliche Gedenken und Erinnern an diejenigen Frauen und Männer unverzichtbar, die sich mit all ihrer Kraft, unter Einsatz ihrer Freiheit, ihrer Gesundheit und teilweise ihres Lebens der faschistischen Bedrohung widersetzt haben.

Ihnen an diesem Tag zu gedenken und zu danken verbindet sich für uns mit der Verpflichtung, das politische Vermächtnis der Überlebenden weiterzutragen, wie es im „Schwur von Buchenwald“ der ehemaligen Häftlinge des KZ Buchenwalds vom 19. April 1945 heißt: „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln und die Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit“.

 

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